Die Filmcrew auf neuer Mission

In drei Akten.

Zur Erklärung.

Text von Gerhard (Gerd) Burock.

Was eine Filmcrew so alles erlebt wollen wir hier erzählen. Natürlich wird jeden Tag gefilmt auch wenn es im Text nicht extra erwähnt wird.

Zunächst haben wir, Ralf und ich einen einwöchigen Urlaub mit Wolfgang und Uwe vom 26. August bis 02. September geplant. Uwe ist neu in unserer Truppe und angelt zum ersten mal in Norwegen.

Dann haben einige Freunde von mir die Idee gehabt man könnte doch mal wieder mit Gerd, (also mir) nach Norwegen fahren. Ich habe dann eine Woche vom 9. bis 16. September für meine Freunde und mich gebucht.

Nach kurzem nachdenken kam ich zu dem Schluß, „ist doch blöd wenn ich für eine Woche nachhause fahre und dann wieder den langen Weg nach Norwegen antrete“, also bleibe ich gleich hier.

Danach bekam ich von Paul den Auftrag, einen Film und Fotos von dem neuen restaurierten Haus, das auf der Insel Store Bukkøya steht zu machen. Prima dachte ich, dann hast du ausreichend Zeit einen schönen Film zu machen.

Und hier sind nun unsere Erlebnisse in 3 Akten:

Hier schon mal ein Video von der ersten Woche

Der erste Kurzfilm vom neuen Haus auf Store Bukkøya

1. Akt

Text: Uwe Hinzmann, Fotos: Gerhard (Gerd) Burock und Uwe Hinzmann

Sooooo…Teil 1) aufregender Angeltag:
-zuerst euphorisch rausgefahren
-dann an der zweiten Stelle Glück und Erfolg gehabt = Abendessen gesichert…!
-habe meinen ersten Fisch gefangen…!!!!! Eine “mega” Makrele..!!!!!
-dann mehrfach erfolglos an anderen „todsichern“ Spots geangelt
-beim Umsetzen dann….Motorschaden….und Seenot….neeee..!
-ein riesiger Trawler hält direkt auf uns zu…!!!!!
-von anderen Anglern in seichteres Gewässer abgeschleppt und Anker geworfen
-ein Gewitter zieht auf….neee
-unser Vermieter Paul jagt herbei und nimmt uns in Schlepp…!!!!!
-mit knapper Not im Hafen vor dem Gewitter festgemacht.

Daaannnn Teil 2. erster Tag:
Nach dem Abendessen (Fischeintopf) nochmals rausgefahren:
-an verschiedenen Geheimspots die Haken gebadet
-schöner Sonnenuntergang
-saukalte Rückfahrt
-müssen wenigstens das blutgetränkte Boot (wie am Nachmittag) nicht säubern🤪
-freue mich auf einen ordentlichen Schluck Rum

Soooo….zweiter Tag:
-alle Wetterberichte sprechen von „Regen“ o.ä.
-wir brechen „trocken“ rechtzeitig auf
-zuerst Köderfisch geangelt
-die Makrelen beißen wie verrückt
-ich gerate beim Betäuben der Beute zeitlich schwer unter Druck
-schnell ist die Kiste gefüllt
-dann geht es auf….in großer Tiefe auf „Leng & Seehecht“
-beide Fischarten hatten wohl am Sonntag frei oder waren zum Kirchgang => nix gefangen
-dann großer Schreck beim plötzlichen „Rutenbruch“ bei einer edlen Carbonrute
-frustriert umgesetzt und auf Tiefen von 20 bis 30m
-nun kam die große Stunde der (meines grünen) Gummifische(s)
-in Nullkommanix bissen drei von fünf Pollack‘s gleichzeitig an, was den Kescher-Führer stark unter Druck gesetzt hat
-der Tagessieg ging an den Bootsführer „Gerd“ mit einer Länge von 83cm (=830mm) und einem Gewicht von 4,6kg (=4600g)..!!!
-mein Fisch brachte es immerhin auf eine dokumentierte Länge von 65cm
-kleinere Handverletzungen incl….reichlich Fisch- und Menschenblut auf dem Boot
= Ende Teil 1, wegen Fussball gucken

Teil 2. vom zweiten Tag:
-die andere Hälfte des Bømlo-Teams, ist am Nachmittag nochmals aufgebrochen
-nach einem „Hänger“ ist die Schnur gerissen und das obere Stück der Rute über Board gegangen = doppeltes Pech an diesem Tag
-aber an zwei Spots fünf Fische gefangen
-zwei Dorsche und drei Pollack‘s
-dann kurze Schreckmomente: auf der Rückfahrt „stotterte“ , wie schon am Vormittag, erneut der Motor
-aber glücklich den Heimathafen aus eigener Kraft erreicht
PS: Die Eintracht hat „glücklich“ mit 10 Mann den Ausgleich gegen Mainz in der Nachspielzeit geschossen 👍

Sooo….dritter Tag:
-wir sind trocken gestartet
-siegessicher zu totsicheren Angelstellen gefahren
-uuuund…..überhaupt nix fischiges angetroffen ….!!!!!
-aber bei kippeligem Wellengang umgekehrt
-dann an gefühlten 100 KM steiler Felsenküste „vorbeigedrifftet“….
-dann in großer Tiefe auf große Fische „angesessen“….
-parallel meinen Grünen Gummifisch eingesetzt
-uuuund zwei mittelgroße Fische (Wittling + Pollack) gefangen…!!!!
-langsam kam Frust auf
-also einen Zwischenstopp am Ende der Welt für einen Kaffee + Teilchen eingelegt
-sagenhaftes Geschäft / Museum / Trödelladen besucht
-aaaaber der Besitzer weigert sich standhaft seine alten historischen Anker / Kompass / Positionslichter zu verkaufen….neeee wieder Frust
-dann aber zwei alten „Schätze“ gefixt….yessss
-weiter die Felsenküste erfolglos „angeangelt“…
-auf dem Rückweg, dann in den angesagten Regen gekommen
-ziemlich unauffällig bei den Nachbarn um deren Fangquote nachgefragt
-uuuund wieder frustriert das Thema gewechselt
-anschließend gemeinsam mit dem Paul und Gerald gegrillt / zu Abend gegessen
-schöner Ausklang eines spannenden Tages mit minimalem Fangergebnis…👍

Soooo…nun der Tag 4.:
-morgens trocken mit wenig Restalkohol rausgefahren
-obligatorisches Tanken ohne Anstehen bei der Werft
-ohne Erfolg an der nächsten Ecke Köderfische nachgesucht
-die Makrelen dann auf dem Weg zum todsicheren Spot aufgenommen
-im Fjord dann auf Welle bei Windstärke 4 angetroffen
-bei starker Drift (1 KMh) zigmal umgesetzt
-daaannn die Schrecksekunde: Ein Haken hat sich in einem Stellnetz verfangen = Leine abgerissen
-dann frustriert mehrfach die Felsenküste „angeangelt“….
-ein paar Pollack sowie einen schönen Zierfisch (Flügelbutt) geangelt
-dabei hat sich ein Fisch den Gummiköder vom Haken „gelutscht“..!!!
-Taktik geändert und früh in den Hafen eingelaufen und gegen 17:00 Uhr (nach dem Abendessen) erneut ausgelaufen
-mit einem zweiten Boot auf Scholle gegangen und 9 Stück gefangen
-der andere Trupp hatte wieder nur einen bescheidenen Erfolg (2 Pollacks)
-bei einsetzender Dunkelheit eingelaufen
-das Filetieren und Vakuumieren zieht sich ewig hin
-mit einem eiskalten Malteser wird der Tag schön getrunken

Der Fünfte war der erste sonniger Tag und hatte einige Überraschungen in Petto:
-nach dem Nieselregen rausgefahren
-wie schon am Tag zuvor, erst Tanken an der Werft und erfolglos Köderfischfangen in der nächsten Bucht…neeee.!
– dann eine lange Anreise zum Eingang des Fjordes
-das Wetter wurde immer besser
-rauhe Bedingungen vor Ort
-ziemlich lange per Echolot und Angeln nach einem Schwarm Seelachse gesucht….nix gefunden -aber einen großen Leng 75cm gefangen…große Überraschung…!!!
-dann lange „angesessen” und hunderte Meter Schnur bzw. Haken durch „Hänger“ versenkt….neeee
-bei einer Wassertiefe von 100 bis 170m geangelt..!!!!!
-ohne Elektroangel war dies eine schweißtreibende Plackerei….aber fünf Fische = Seelachs (=Köhler) gefangen…damit war das Abendessen gesichert
-dann, weil die halbe Mannschaft nix gefangen hatte, stieg der Frust auf..!
-kurzum unter der nahen Hängeseilbrücke auf Pollack angesessen….wieder kein Biss..!!!!
-dann weiter den Fjord lang…und an einer Einschnürung endlang der Felswand geangelt
-kaum zu Glauben, aber nach kurzer Zeit einen stattlichen Pollack 78cm von Ralf gefangen
-und anschließend von unserem sehr guten Bootsführer Gerd der größte Pollack seit Jahren gefangen..!!
-knapp 96 cm lang und 8,2kg schwer…!!!!!
-breites Grinsen im gesamten Team
-Rückzug ins Camp um den Fang zu präsentieren
-die Nachbarn staunen nicht schlecht und gratulieren artig
-da keine Jagdhornbläser verfügbar waren, haben wir einen (oder mehrere) Malteser getrunken
-dann den Riesen und den des Fanges filetiert
-den Seelachs gleich mit Bratkartoffeln zu Abend gegessen
-und nach einigen Gin-Tonic todmüde ins Bett gefallen
Fazit: toller spannender Tag

Sooo…nun der Bericht vom 6. Tag:
-etwas verkatert aufgestanden und nur langsam in die Gänge gekommen
-ein Angelkamerad musste sogar heftig geweckt werden
-mit guten Wetteraussichten aufgebrochen
-im Prinzip mit der Gewissheit aufgebrochen, dass sich der gestrige Fangerfolg sowieso nicht wiederholen würde
-uuuund…jeden Morgen grüßt das Murmeltier…!!!!!!
-Zuerst tanken und daaaannnn im Kreis rumtuckern und doch keine Köderfische (Makrelen) fangen….neee
-dann zickte der Motor (irgendetwas mit der Lichtmaschine)…nicht gut, wenn wir aufs Meer raus wollen…!
-aber dennoch zur grünen Tonne = Ausgang zum Meer aufgebrochen und die Köder in der Einfahrt des Fjordes gefangen
-dann ging der spannende Teil beim Tiefseeangeln in 125 bis 220m Tiefe los
-es folgte ein Treffer (in Summe 12 Stück) auf den anderen
-alleine Wolfgang, hat 7 Fische bis in einer Tiefe von 200m (=können wir beweisen) geangelt….der blanke Wahnsinn..!!!!
-mir ist der größte Streich mit einem Fullhouse an meinem Paternoster-System (=5x Katzen- und Dornhai)
-uuuund dann hat der Bootsführer Gerd erneut zugeschlagen..!!!!
-er holt (von Hand gekurbelt) tatsächlich einen Leng mit einer Länge von 1,10m und einem Gewicht von 8kg aus dem Meer
-der erfolgreiche Tag wurde von Ralf mit einem großen Lumb bereichert
-getrübt wurde der letzte Wurf durch einen „Hänger“ bei mir, als die Schnur zu allem Überfluss nahe der Rolle gerissen und das Vorfach und Pilker aufgegeben werden musste…schöner Mist…!
-dennoch mit einem sehr breiten Grinsen in den Hafen eingelaufen
-die neidischen Nachbarn waren mit einem 1,14m Leng (welcher zuvor an Bord seltsamerweise 1,20m lang war) ebenfalls erfolgreich
-ein leckerer Lammbraten zum Abendessen und eine 2:0 Sieg der Frankfurter Eintracht rundete den Tag ab.

Sooooo….nun folgt der 7. Tag :
-früh am Morgen lag ein schwerer Nebel über dem Wasser
-ohne Stress gefrühstückt
-dadurch später rausgefahren
-auf das Murmeltier war aber wieder Verlass…Tanken / im Kreis fahren / keine Köder-Fische fangen etc….jedes Mal der gleiche Sch….ß.!
-dann auf dem Weg zum Leuchtturm mehrfach die Makrelen erfolglos „angeangelt“
-endlich bei einer Insel mitten an der Engstelle des Fjords fündig geworden und ruckzuck das Boot „vollgepackt“
-dann endlang der Felsenküste die Strömung (Drift = 2 bis 2,6 KM die Stunde) ausgenutzt und erfolglos auf Pollack nachgestellt
-dann nach Stunden die Erfolglosigkeit der Unternehmung eingesehen
-komplett an das andere Ende des Fjords umgesetzt
-uuuund an der geheimen Engstelle des Mega-Fangs (Freitag) das Angeln wieder aufgenommen
-wie im schlechten Roman, geschieht dann das Unausweichliche…(.)
-es sind Pollack‘s (Steinköhler) im Wasser…!!!!
-und werden auch gefangen…..! Jaaaaah ….
-zwar nur ein kleiner Fang, aber ein toller Abschluss…..!!!
-anschließend schnell zum Fähranleger umgesetzt, um den fünften Mann „Jens“ von der Fähre abzuholen
-schnell noch die Fische filetiert und ab in die Kühlung
-und anschließend das traditionelle Kanalfest in Finnås nach abenteuerlicher Autofahrt auf sehr engen Straßen besucht
-zum gemütlichen Abschluss noch Bundesliga geschaut, wo leider der BVB quasi verpfiffen wurde, nachdem sie viele Chancen vergeben hatten
Fazit: Super schöner Angelurlaub mit gemischtem Wetter und sensationellen Fangerlebnissen…👍
Petrie Heil Euer Uwe

2. Akt

Text: Jens-Eric Vest, Fotos: Gerhard (Gerd) Burock

Zur Erklärung.

Dieser Text von Gerhard (Gerd) Burock.

Die Filmcrew hat sich ein wenig verändert. Jens-Eric ist ja gestern zu uns gestoßen. Ralf und Uwe haben heute (Samstag) den Heimweg angetreten.

Wir, Jens-Eric, Wolfgang und ich sind vom gelben Haus für zwei Tage in die Aasheim Rorbuer umgezogen, per Boot, habe ich auch noch nie gemacht.

Jens-Eric hat sich zum neuen „Schriftsteller“ für die täglichen Stories überreden lassen.

Woche 2, erster Tag.

Umzugsunternehmen Burock, Oha, Vest. Verlegung des Einsatzorts vom gelben Haus nach Aasheim Rorbuer. Haus Nr. 2.
Nicht gesunken aber ziemlich Buglastig.
Seit einem gewagten Anlegemanöver weiss Jens jetzt, dass sein Schuh schwimmt.
Erste Amtshandlung: Aufgrund der sehr bedauerlichen Abreise von Uwe und Ralf,
ein denkwürdiges, markierendes Zeichen gesetzt: „Die ewige Semmel“…

Diverse Pollaks, Makrelen schwimmen jetzt nicht mehr. Dank einem Angeleinsatz von Wolfgang und Gerhard.
Jens nutzte den ersten Tag zur Rekonvaleszenz von seiner Anreise.
Ein reichliches, sehr schmackhaftes Abendessen aus o.g. Ergebnis.

Kühlschrank, Klamotten etc. eingeräumt. Abends erfahren, dass wir übermorgen wieder umziehen.
Auf die Insel. Logischerweise wieder per Boot.

…bleibt interessiert, wir melden uns wieder…

Woche 2, Tag 2.

Regen, Nebel, nicht wirklich kalt, mässiger Wind.
Anfängliche Motivationsschwierigkeiten….
Trotzdem nach  der Frühmesse auf´s Boot und Richtung Fischgründe.
Dank Gerhards angeborenem Fishfinder wurde die ziemlich nasse Angelegenheit dann doch zu einem positiven Erlebnis.
8 schöne Fische plus 4 zurückgesetzt.
Selbstverständlich vollkommen undenkbar, die Liveübertragung des Eintrachtspiels und die letzten F1-Runden in Monza zu verpassen.
Darum mit, was Motor und Schraube hergab zurück.
Gerhard hat in Rekordzeit filetiert und tatsächlich knapp aber rechtzeitig (immer noch einigermassen feucht…) den Anpfiff geschafft.

Gut gelaunt den Abend verbracht.
Morgen Umzug per offenem Skager 660 auf die Insel.
Sehr wünschenswert wäre, wenn es wenigstens während der Umsiedlungsaktion trocken bliebe…

…bleibt interessiert, wir werden berichten….

2. Woche 3. Tag

Thor war uns gnädig…das Seefahrende Volk, bestehend aus Gerhard, Wolfgang und Jens, konnten das Umzugsunternehmen auf dem Seeweg zur Insel trocken und ohne zu kentern realisieren. Das Skager trotz beachtlicher Verdrängung ein treues Gefährt.

Nach Besiedlung von Insel und Haus, temporäre räumliche Organisation.
In Anbetracht des sehr bedauerlichen Umstands, dass es Wolfgangs letzter Angeltag sein würde, erstmal alles im Haus grob verteilt und ab auf´s Wasser. Teils sonnig, mal wolkig, aber windig und taffe Strömung vertrieb uns vom Naturköderangeln in die Buchten.
Gute Entscheidung. Schöne Fische. Grosse und herrlich gefärbt.
Selbstredend noch ein kulinarisch ansprechender Fischessabend.
(Hier muss angemerkt werden, dass Jens den ersten Schwung Filets ganz schön versalzen hat. Nicht geniessbar. Der eigentlich unmögliche Vorfall wurde aber durch den reichlichen Fang des Tages doch noch gerettet).

…bleibt dran, es geht weiter….

2. Woche 4. Tag

Thor liess zu Wolfgangs Abschied den Himmel weinen. Gerhard fur ihn zur Fähre nach Bergen. Per Boot…logischerweise.
In der Zwischenzeit herrichten des Küchen- und Wohnbereichs für den ersten Dreh heute. Wir reden hier nicht von „mal über die Möbel wischen oder Fussboden feudeln“…weit gefehlt. Reparatur- und Schönheitsarbeiten standen an. ZB. Wendeltreppe fixieren, Dunstabzugshaube reparieren, Ausflüge in die Wildnis Norwegens um von aussen die Fenster zu putzen, Schuppen nach Verlängerungskabel, Schrauben und Werkzeug durchwühlen…uvm was an dieser Stelle nicht schriftlich festgehalten werden muss. Der perfektionistische Anspruch Gerhards setzt nun mal Massstäbe…

Abropos Gerhard dem tapferen Fährmann: Kam klatschnass bis auf die Unterwäsche zwischenzeitlich zurück. Kurz umziehen und sofort Erika pflücken gehen, das dann liebevoll an den Bildwichtigen Stellen trapiert wurde.
Mitlerweile scheint die Sonne. Schöne Aufnahmen!
Spät Nachmittag Drehschluss.

Dann kam Paul. Wie versprochen wenn auch spät mit einer nagelneuen Tiefkühltruhe. Die steht jetzt erstmal unterm Vordach im Garten. Aber hier klaut ja keiner was. Schon garnicht auf einer einsamen Insel. Und schon gar keinen Fisch… Rasch noch zwei neue Couchen in den ersten Stock hieven und unten ein paar Möbel umräumen…gut, dass wir da erst morgen drehen!
Danach noch mal kurz angeln. War aber nicht viel los…macht nix. Die Tiefkühltruhe muss eh erstmal auf die Minusgrade kommen.

Da Jens der Meinung war, den versalzenen Unfall des Vortags nicht im Fjord versenken zu wollen, köchelt jetzt die Basis zu einer Fischsuppe auf dem Herd…schmeckt schon ganz annehmbar…

Morgen bzw heute mehr…seid gespannt. Wir sind´s auch…

2. Woche 5. Tag
Bestes Wetter den ganzen Tag. Warm, Sonne, fast kein Wind.
Heute Dreh der Schlafzimmer und Bäder geplant.
Also Fenster putzen, alles andere auch. Betten drehfertig herrichten, Dekoartikel platzieren.
Möbelchen und Lampen, soweit vorhanden, hin und her tragen.
Aufnahmen sind schön geworden.
Nachmittags, gegen fünf ein paar Brote geschmiert und nochmal schnell in´s Boot.
Die üblichen Pollakstellen erwiesen sich als nicht sehr ergiebig. Zeit für die Brote und Knoppers.
Gerhard verlegte an eine Stelle quer über den Fjord. Immer noch wundervolles T-Shirtwetter.
Hier gings Schlag auf Schlag. Alles gute Fische.
Frage: Wie fängt man zwei Pollacks gleichzeitig mit einem Gummifisch?
Wir habens erlebt. Gerhard drillte wiedermal einen schönen Fisch. Jens stand mit dem Netz bereit. Als der Fisch nach oben kam, schoss ein zweiter Pollack hinterher und versuchte dem gehakten bis an die Oberfläche noch den Gummifisch abzujagen.
Pech für ihn. Den Kescher geistesgegenwärtig in Fluchtrichtung gedreht und beide waren im Netz.
Der noch im Vollbesitz seiner Kräfte zweite Fisch beindruckte mit enormer Gegenwehr.
Trotz seiner Sprungansätze im geräumigen Netz konnten wir beide doch über die Reling hieven.
Die Größe und das Gewicht des Jägers darf in die Kategorie der „Grossen“ eingeordnet werden.
Siehe Bilder…
Mit 8 guten bis sehr guten Fischen in der Wanne und 2 Anglern mit Rückenschmerzen wieder Kurs Stor Bukköy.
Anzumerken wäre noch, dass das oben erwähnte gute windstille Wetter eine Invasion der Knots (Kriebelmücken) zur Folge hatte.
Während sich Gerhard am Filetiertisch die Fische zu Filets verarbeitete, wedelte Jens mit einem alten T-Shirt wie eine Windmaschine um ihn herum um die lästigen Angriffe der Viecher möglichst erträglich zu halten.
Gut das kein Boot vorbeikam und die doch sehr befremdliche Szenerie beobachtet hat.
Zwei einsame Herren auf einem einsamen Eiland. Der eine mit einem grossen Messer in der Hand, der andere mit einem alten Lappen wild um ihn herumschlagend…
…wer weiss was der Donnerstag an Kuriositäten für uns bereit hält. Ihr werdets erfahren…
2. Woche 6. Tag
Ein aussergewöhnlicher Tag. Es ist nämlich nichts aussergewöhnliches passiert.
Morgens Drehen. Mittags ein helles Fischsüppchen. Dann Naturköderfischen.
Irgendwo da draussen. Fragt Gerhard.
Gleich wieder reingefahren, zuviel Trifft.
Die „Geheimbucht“ aufgesucht, können wir natürlich nicht verraten, ist ja klar.
Gerd überzeugte mit seinem Können: Ein Leng, ein schöner Dorsch.
Dann wieder rausgefahren.
Gerald auf dem Meer getroffen. Kurzer Smalltalk von Boot zu Boot.
Eine Möwe hat uns auch besucht und ist ein Stück mitgefahren. Hat wohl gefallen an Jens gefunden :-).
Dann Pollackfischen. Gerhard hat sehr gute Fische „in die Bütt“ gebracht.
Jens nur ein paar kleine Pollacks. Aber perfekt für´s Abendessen.
So macht jeder seinen Job…:-)

Bleibt trotzdem dran…es geht weiter…

2. Woche 7. Tag
Schöner Tag.
Super Wetter, sehr warm, sonnig und windstill.
Noch ein paar Aufnahmen im Haus und mit der Drohne gemacht.
Da die Wohnung ja jetzt wegen des Drehs geputzt war blieb nur noch der Ausweg das Boot zu putzen.
Beim Versuch den Schlauch von der Filetierstelle zu verlängern eine Kupplung geplatzt.
Jens war klatschnass. Aber bei diesem Wetter sehr erfrischend.
Das Boot war wohl schon länger nicht mehr gereinigt worden und in Ermangelung von brauchbarem Putzzeug eine mühsame Aktion. Ein alter im Schuppen gefundener Besen hat beim Schrubben mehr Haare verloren als eine Katze im Frühling. Also musste die Spülbürste und ein Schwämmchen herhalten.
Naja, jedenfalls sahs hinterher etwas besser aus.
Bon. Dann Christina und Ecki mit dem Boot abgeholt.
Ausserdem das zweite Boot für die Vergnügungsfahrten der nächsten Tage.
Christina hat natürlich gleich mal im Fjord gebadet.
Ecki hat dann noch lecker gekocht und wir haben einen schönen, von freudiger Erwartung auf die Angelwoche erfüllten Abend verbracht.

So möge es sein!…Wir werden berichten wie es wird…

3. Akt

Text:Jens-Eric Vest, Fotos: Gerhard (Gerd) Burock

Zur Erklärung.

Text von Gerhard (Gerd) Burock.

Die dritte und letzte Woche ist angebrochen.

Die Crew hat sich wieder verändert, Ecki und Christina sind ja gestern schon angekommen, Karl und Christine kommen am heutigen Samstag.

In der letzten Woche wollen wir noch einige Sachen mit Leuten Drehen, um den oder die Filme zu komplettieren.

3. Woche 1. Tag

Endlich Wochenende. Kurz gefasst:
Wetter ok. Trocken. Sonnig.
Erster Angeltag für Christina und Ecki.
Pollackangeln. Sehr verhalten. Aber trotzdem zum Schluss einige schöne Fische trotz dem sehr launigen und unsportlichen Verhaltens seitens der Pollaks.
Nachmittags Christine und Karl per Boot abgeholt.
Die Insulaner für die nächste Woche nun alle vollständig
Ecki hat aus einem Teil der erlegten Pollaks eine hervorrangende asiatische Fischpfanne gezaubert.

Eine tolle Runde und in freudiger Erwartung auf die nächste Woche!
Bleibt dran, der Jens.

3. Woche 2. Tag

Morgendlicher Sprühregen.
Erstmal kein Angeln. Gerhard, Christine, Karl und Ecki entschieden sich für einen Tripp zum Angelladen in Solheim bei Skjeret Landhandel.
Auch Sonntags geöffnet…Norwegen halt.
Gegen 13 Uhr liess der Regen nach und es ging zur grünen Boje.
Unterwegs Makrelen satt.
Dann Naturköderfischen. So um die 130 Meter.
Windstärke 1 (Bft) und sanfte Drift.
Ecki überzeugte ziemlich prompt mit einem guten Leng.
Gerhard zog mit einem schönen Lump nach.
Ecki lies sich nicht „Lumpen“ und fing auch einen schönen.
Christina war auf Haifang. Ein Katzenhai, der unbeschädigt zurückgesetz wurde.
Die lange Dünung führte zwangsläufig zu Müdigkeitserscheinungen der Besatzung.
Auch bei den Meeresbewohnern.
Auf dem Rückweg noch den ein oder anderen Pollackspot angefahren.
Auch die machten wohl Wochenende. Mühsames Geschäft…
Einige kleine und mittelgrosse. Jens bekam noch einen schönen 60er an sein „Gürkchen“.

Zurück auf die Insel.
Christina schwamm in einwandfreiem Brustschwimmstiel noch mal schnell den Fjord rauf und runter.
Beeindruckend!
Karl erwischte während unserer Abwesenheit einige kleinere Pollacks direkt vom Steg aus.
Energiegeladen wie er nun mal ist, hatte er schon morgens einen Blumenkohlauflauf vorbereitet.
Zu unserer Überraschung servierte er uns auch noch ein Odeuvre aus selbstgefangenen Pilzen auf Toast.
Extrem delikat.
Um noch einen drauf zu setzen, kredenzte er abschliessend der Inselgemeinschaft auch noch einen ca. 30 Jahre alten
roten Krimsekt aus Familienbesitz. Sehr fein!

Für morgen ist Regen angesagt. Also erfuhr unser Angelplan eine Änderung und wurde in eine Shoppingtour umgewandelt.
Na mal sehen. Irgendwie werden wir weiter berichten….

3. Woche 3. Tag

Starker Regen angesagt. Eine Schauerfreie Phase genutz um mit dem Boot zum Anleger zu fahren.
Umstieg ins Auto und in die Shoppingmetropole Svortland.
Mit vollen Einkaufstüten, Imprägnierspray und leider keinem Lakritzeis (was der eigentliche Grund der Tour war),
per Boot wieder trocken auf Stora Bukköy angelandet.
Ein bisschen Pollackfischen, nix besonderes zu berichten.
Auch die dem Team angehörigen Langleinenfischer waren ohne Erfolg.
Abends die verschiedenen noch vorhandenen Aufläufe genossen.

Grosse Pläne für den nächsten Tag…vi rapporterer…

3. Woche 4. Tag

Früh gings los. Super Wetter.
Team Gerhard, Christina, Karl, Ecki, Jens stachen in See zum Naturköderangeln im Fjord.
Erstmal ein Pollack von Ecki zum warm werden, tapfer aus ca 120 Metern hochgepumpt.

Zurück auf Ausgangsposition. Gut so. Jens hakte einen guten Fisch.
Nach einiger Pumperei konnte ein ca 50-60cm grosser Flügelbutt an Bord gehieft werden. Leider wurde der Fisch nicht vermessen und gewogen.
Definitiv aber ein grosser Vertreter seiner Art.
Nach zwei weiteren Driften ohne Biss und Zuppler verlegten wir.
Neue Stelle neuer Versuch.
Ein quer durch den Fjord gelegtes Netz eines Anglerunfreundlichen Fischers an der besten Stelle, wurde zum „Verhängnis“. Zwei Ruten dem Abriss geweiht. Da wir das Netz trotz starker Tiefseemontagen nicht nach oben bewegen konnten gingen zwei Systeme verloren. Soll der Fischer sie aus seiner Blockade herausoperieren…

Aufgeben gibts beim Team nicht. Nie.
Weiter gehts zum Pollack fischen.
Gerhards sprichwörtlicher Trieb zum Fisch bescherte uns eine mehr als volle Bütt.
Ecki punktete mit beköderter Paternostermontage.
Starke Pollacks und schöne Wittlinge.
Christina konnte sich auch nicht über ihren Pollack beschweren. Sehr guter Fisch.
Auch Karl glänzte mit einem guten Pollack.
Gerhard fing „nur“ einen Pollack. Was dem Umstand zugesprochen werden muss, dass er nicht angeln konnte weil er die ganze Zeit auf äusserst sensible und mehrfach gekonnt das Boot ständig trotz extrem widriger Wind- und Strömungsverhältnisse immer im Griff hatte und den Anglern/innen bestes Angeln ermöglichte.
Grossen Dank an die Selbstlosigkeit und das Können!!!
Jens hakte kurz über Grund mit seinem „Gürkchen“ einen starken Fisch.
Nach sensiblem Drill am 22er Vorfach konnte ein Pollack von 83cm und 5,978 kg sicher gekeschert werden.
Auch hier Dank an den Keschermann Gerhard! Der hing nämlich sehr knapp im Maulwinkel.
Jens nach zwei sehr guten Fischen überglücklich. Das „Gürkchen“, seit fast 2 Wochen im Einsatz, ist nach den zahlreichen Pollackangriffen nun dem Ende nahe. Ziemlich zerfetzt, rauh wie 20er Schmirgelpapier. Eine Einrahmung ist ihm gewiss.
Zurück auf die Insel. Filetieren. Sonnig, dazwischen kurze aber heftige Schauer.
Zum sehr gelungenen Dinner waren Gerald und Thomas zu gast.
Reisrisotto Zitronig mit Krabben a la Christine, zubereitet von Karl. Excellent.
Danach die Möglichkeit die verschiedenen Fischarten einmal in Gegenüberstellung zu verkosten.
Flügelbutt, Wittling und Pollack im Wettbewerb.
Alle gleich zubereitet. Alle gut. Der Pollack wurde am meisten geschätzt.
Ein gutes Ergebnis. Wäre es der Flügelbutt gewesen, wäre die Beschaffung weit schwieriger.
Ein alles in allem sehr gut gelaunter Abend mit Anekdoten, amüsanten Erzählungen aus der ganzen geschätzten Runde…

Grosser Spass- und Erholungsfaktor. Eine glatte 10 auf der Skala…
so kanns gerne weitergehen…wir berichten…

3. Woche 5. Tag
Irgendein Schelm hat wohl einen überflüssigen Kofferanhänger gefunden und unser Boot unverkennbar gemacht.
Hatte wohl keinen Rückflug gebucht…

Sehr schönes Wetter, sehr gute Pollakfänge. Ecki und Christina einen schönen Schellfisch auf Naturköderpaternoster.
Abends hervorragender, doppelt gekonnter Flammkuchen von Ecki und Christina.

3. Woche 6. Tag
Wieder ein Tiefwasserversuch mit Naturköder im Stocksund. Leider nicht sehr ergiebig.
Danach noch in der Nähe einer Fischfarm auf Pollak. Ecki krönte sich selber zum Wittlingkönig.
Ausserdem hakte er einen nicht alltäglichen Fisch am Naturköderpaternoster.
Der Fisch zog mit immenser Kraft und heftigen Schlägen senkrecht nach unten. Die Rute an der Belastungsgrenze.
Irgendwo am Grund muss sich dann der zweite Haken verfangen haben. Leider war der Fisch dann verloren.
Es wäre sehr bestimmt der Fang der Woche gewesen. Sehr wahrscheinlich ein Heilbutt.
Gerhard produzierte in gekonnter Weise seinen legendären Apfelstrudel.
Sagenhaft!
Abends war Gerhard zum Grillen bei Gerald und Freunden geladen.
Die Inselbestazung krönte den letzten Abend von Christine und Karl mit einem Fischessen vom Fang des Tages.
Ein kulinarisch sehr ergiebiger Tag!
3. Woche 7. & 8. Tag
Abreise von Christine und Karl Richtung Süden nach Mandal (natürlich per Boot nur bis zum Anleger. Dann mit dem Auto weiter)…
Nochmal Versuch mit Naturköder im tiefen Wasser. Starke Drift und Dünung.
Also nochmal Pollakfischen.
Die letzten Fische für 2023.
Dann letztes Filetieren, Boot gründlich putzen, zusammenpacken.
Abendessen: Frikadellen mit Kartoffel Karotteneintopf. Die Frikadellen waren natürlich auch zur Wegzehrung für den morgigen Abreisetag gedacht.

Samstag (8.Tag) Alles Gepäck raus aus der Hütte. Boot beladen.
War schon allerhand. Ecki und Gerhard zum Anleger und das Auto gepackt.
Christina und Jens in der Zwischenzeit das Haus geputzt.
Hand in Hand, Teamarbeit, hat alles prima und zügig geklappt.
Über einen kurzen Zwischenstopp in Haugesund weiter nach Stavanger.
Die Fähre nach Hirtshals unsere letzte Bootsfahrt für diese wunderschöne, erfolgreiche und relaxte Reise.

Danke an das ganze Team für die sehr, sehr angenehme, lustige, stressfreie und köstliche Zeit!
Besonders nochmal an den tapferen Gerhard, der alles angezettelt hat und mit Ruhe alles ertragen hat…:-)

Slutt!